Neues aus dem „Forschungsinstitut für Permakultur und Transition (FIPT)“

Die Arbeit der Mitwirkenden des Forschungsinstituts beruht bisher auf unbezahlter Arbeit mit wenigen Ausnahmen.

Demnächst steht die erste bezahlte Arbeit an, mit der Fertigstellung des Buchs „Symbio“ von Herwig Pommeresche (Autor von „Humussphäre“) aus Norwegen. Das Buch beschreibt neue Denkweisen und Wege für Landwirtschaft, Gärtnerei, Gesundheitserhaltung, CO-2 Speicherung und vieles mehr und wird im OLV-Verlag erscheinen. Vor kurzem wurden Herwigs Vorgehensweisen zur Herstellung gesunder Erde und großartiger biologischer Ernten, die in zwei kleinen Filmen auf norwegisch zu sehen waren von uns ins Deutsche übertragen. Die Filme „Erdisieren“ und „Mit den Händen als Grabegabel“ zeigen, wie es Herwig gelingt auf 1 m² Gartenboden jährlich 22 kg gelbe Rüben, 18 kg Lauch oder Zwiebeln zu erzeugen. Diese Filme wurden von uns jetzt ins Deutsche übertragen und können im Humuseum bei der Naturwert-Stiftung in Unterthingau angesehen werden. Geplant ist auch, eine kleine Begleitbroschüre herauszugeben. Eine Kurzversion ist auf Englisch unter http://www.youtube.com/watch?v=pSShndKiA3g zu sehen.

 
Es freut uns sehr, dass es uns gelungen ist nach 90 Jahren für die Wiederveröffentlichung des Buches „Ewiger Wald“ von Raoul H. France´, dem Begründer der Bodenökologie,Bionik, Vorreiter der biol. Landwirtschaft und des nachhaltigen Denkens zu sorgen. Mit Hilfe einige Allgäuer und Österreicher, die jeweils kapitelweise das Buch abgetippt haben, gibt es der OLV-Verlag wieder heraus. Es ist ein wunderbares Buch eines Menschen, der die Pflanzen und den Wald über alles geliebt hat. Das liest sich mal liebevoll, mal auch sehr kritisch den Menschen gegenüber wie unten:

Die Menschen sind die Verschwender im Walde, die Bäume aber die Sparsamen. Der Mensch holt sich Holz aus dem Forst, sei es als Bauholz, sei es zum Brennen. Da verwendet er eine einzige Eigenschaft. In dem einen Fall die Druckfestigkeit, Tenazität und, wenn es hoch kommt, noch dazu die Elastizität, im andern gar nur den Gehalt an Kohlenstoff.  Ungenützt bleiben alle anderen, und es gibt ihrer viele, mehr noch, als man weiß…..

Alles das wird in den Ofen gesteckt, wird zerrissen, zertrümmert, verbraucht in der schnellen Oxydation, die man Feuer nennt; die herrlichen Kohlenstoffverbindungen, Teer, Benzol, Brenzstoffe, in denen tausend Farben, Heilmittel, Phenole, Industriegrundlagen schlummern, Säuren, Energien, alles läßt man davonfliegen im Rauch, und nur einen Bruchteil verwendet man: die Beschleunigung der Molekularbewegung, die man Wärme heißt. Man sitzt vor dem Ofen, wärmt sich daran die Beine und glaubt, ein Kulturhöhepunkt zu sein.

Der Mensch, der mit Holz heizt — das ist ein Kulturhöhepunkt wie irgendein Insekt, das in eine Bibliothek voll Klassiker, Dichter, Forscher, Denker eindringt, um Papier zu fressen…

Die Pflanze aber, das ist der nicht nachzuahmende Künstler, der tiefsinnige Denker und Erfinder, der Weltenweise, der alle Gesetze der Natur kennt und anwendet, um die Welt zu bereichern mit Werten, Eigenschaften und Stoffen, auf die weder des Menschen Witz noch seine Phantasie verfallen wäre, wenn es sie nicht gäbe als Holz, Blumen, Früchte, Kohle, Parfüme, Zucker, Farben, Nahrungsmittel, Webstoffe, Wachs, Heilmittel, Papier, Lohe, Öl, Gummi, Kautschuk, Kork, Alkohol, Äther, organische Säuren und hundert andere Grundlagen der Zivilisation.

Man streiche die Pflanze weg aus der Tafel der seienden Dinge, und Tier und Mensch kann nicht mehr leben – die Erde stirbt.

Man streiche den Menschen weg — und die Erde bleibt, wie sie war; ja, sie kehrt rascher zur völligen Harmonie zurück, die sie vor Leid behütet. Sie wird eines Tages dazu zurückkehren, wenn der Mensch nicht das Gesetz der Sparsamkeit lernt, auf dem das Meisterwerk der Pflanze beruht.

 
Mit dem Kauf des Buches über das Forschungsinstitut unterstützen Sie die Arbeit des Forschungsinstitutes. Es ist zu beziehen bei koller-wiggensbach@t-online.de

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